Düsseldorf: Wenn die Düsseldorfer Jonges, Bauherrin FRANKONIA Eurobau und Künstler Bert Gerresheim im Schulterschluss einer legendären Düsseldorfer Kunstpatronin ein Denkmal setzen, ist dies nicht automatisch ein kulturhistorisches Ereignis. In diesem Falle jedoch schon. Mit der Enthüllung des Mutter-Ey-Denkmals am 25. September 2017 auf dem neu geschaffenen Mutter-Ey-Platz an der Neubrückstraße vor dem Andreas Quartier wurde ein bedeutendes Kapitel städtischer Kunstgeschichte gewürdigt worden. Genau 1 Monat nach diesem Ereignis wurde der Mutter-Ey-Platz eingeweiht, auf dem die 2,5 Meter hohe schwergewichtige Bronze-Statue der Mutter Ey steht. Am 1. März wird die Galerie im Mutter Ey Café erstmalig mit der Ausstellung von Werken zweier Nachwuchskünstler eröffnet.


Quelle: AM van Treeck; Ansgar Maria van Treeck


Düsseldorfer Jonges und FRANKONIA setzen sich für Denkmal ein
Initiiert wurde das Denkmal-Projekt von den „Düsseldorfer Jonges“, dem größten Heimatverein Deutschlands. Die Stadt Düsseldorf konnte keinen öffentlichen Platz für ein weiteres Bert Gerresheim Denkmal zur Verfügung stellen, so daß die Düsseldorfer Jonges sich an den Entwickler und Investor des Andreas Quartiers wandten.
Uwe Schmitz, CEO der FRANKONIA Eurobau, und Bauherr des Andreas Quartiers war von der Idee des Denkmals angetan. Er stellte den privaten Platz an der Neubrückstraße für die Skulptur zur Verfügung und übernahm auch die Finanzierung des Denkmals.
Gestaltet wurde die bronzene Skulptur vom Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim, der Johanna Ey noch persönlich kannte und dem ihre hingabevolle, mütterliche Affinität zu Nachwuchskünstlern selbst zuteil wurde. Sie war es, die ihn als Zwölfjähriger darin bestärkte, Künstler zu werden und bei seinen Eltern vorsprach.


Quelle: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister


Gedenken an die Förderin von Dix, Ernst und Co Die Kulturmetropole Düsseldorf gedenkt damit der großen „Mutter“ Johanna Ey (1864 - 1947), die von 1907 an in der Altstadt an der Ratinger Straße 45 eine kleine Bäckerei unterhielt. In ihrer sogenannten „Kaffeebude“ trafen sich junge, zumeist mittellose Künstler, die von Mutter Ey beköstigt und bemuttert wurden. Im Gegenzug erhielt sie oftmals Bilder und Zeichnungen der jungen Kunstschaffenden, die damit ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollten. Im Jahre 1911 eröffnete Mutter Ey eine Galerie, die mit den Namen zahlreicher Künstler verbunden ist, darunter Otto Dix, Max Ernst und Otto Pankok.
Der Mutter Ey ein Café & eine Galerie Pünktlich zur Einweihung des Platzes wurde auch das Mutter Ey Café & Galerie im Andreas Quartier eröffnet. Es orientiert sich räumlich hin zum neu geschaffenen Mutter-Ey-Platz und zur K20 Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz. Das moderne, mit viel Glas gestaltete Café erstreckt sich über zwei Etagen: unten der Gastraum und darüber die Galerie, die zu regelmäßigen Kunstaktionen einlädt und in der Studierende der Kunstakademie in wechselnden Ausstellungen ihre Werke zeigen. Café-Betreiberin Gaby Schellhase bietet eine reichhaltige, von lokalen Lieferanten geprägte Speise- und Getränkeauswahl. Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Kult-Bäcker Josef Hinkel zum Beispiel wurde für die Kunst-Gastronomie das „Mutter Ey Brot“ entwickelt. Der Aktionskünstler HA Schult kreierte für den Eingangsbereich des Cafés ein Kunstwerk „Mutter Ey“, außerdem kuratiert er auch die Galerie in der ersten Etage. Ab Anfang März wird die Galerie erstmalig mit der Ausstellung von Werken zweier Nachwuchskünstler eröffnet.


Quelle: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister


Direkt am Eingang zum Wohnzimmer Düsseldorfs Der Mutter-Ey-Platz mit Denkmal markiert den Eingang Neubrückstraße zum Andreas Quartier, dem neuen Stadtquartier im historischen Kern Düsseldorfs auf dem Areal des ehemaligen Land- und Amtsgerichts. Das von FRANKONIA Eurobau entwickelte Innenstadt-Projekt verbindet Stadtwohnen, Serviced Apartments, modernes Arbeiten und Ausgehen unter Einbezug von Kunst und Kultur.


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